Ostfildern, 28.02.2022, von Jonas Müller, THW Ostfildern/Mediateam Baden-Württemberg

Länderübergreifende Fortbildung der Pumpen-Experten

Moderne Kommunikation und der Umgang mit unterschiedlichen Hochleistungspumpen des Technischen Hilfswerks (THW) sind die zentralen Themen bei einer länderübergreifenden Fortbildung des High-Capacity-Pumping-Moduls (HCP) Süd im Ortsverband Ostfildern gewesen. Als HCP-Modul Süd des THW kommen Pumpen und Einsatzkräfte aus den Ländern Baden-Württemberg und Bayern bei Hochwasserkatastrophen in der Europäischen Union zum Einsatz.

Pumpenspezialisten aus Bayern und Baden-Württemberg trainieren in Esslingen und Ostfildern. Quelle: Carsten Höhne, THW Donaueschingen/Mediateam Baden-Württemberg

Um auf diese Einsätze möglichst gut vorbereitet zu sein, bilden sich die Pumpen-Experten regelmäßig fort und üben gemeinsam. Am Neckar bei Esslingen stand dabei nicht nur der Tandem- und Pufferbetrieb von zwei Pumpen mit einer Leistung von 15.000 und 5.000 Litern pro Minute auf dem Ausbildungsplan, sondern auch der Einsatz einer Hochleistungspumpe aus dem Ortsverband Forchheim, die bis zu 25.000 Liter pro Minute schafft. „Als kleine Besonderheit haben die Kameraden aus Bayern ihre Pumpe mitgebracht“, sagt Pumpen-Experte Benjamin Wieland aus dem Ortsverband Backnang. „Denn eine solche Pumpe gibt es im Moment in Baden-Württemberg noch nicht.“ Deshalb machten sich die insgesamt 14 Teilnehmer der Fortbildung nicht nur mit der Technik der Drehkolbenpumpe vertraut, sondern auch mit der notwendigen Vorbereitung für einen Einsatz: Schließlich müssen sich die Einsatzkräfte bei der auf einem Anhänger aufgebauten Großpumpe genau überlegen, wo und wie sie aufgestellt wird. An einer weiteren Ausbilungsstation kam es beim Betrieb der zwei Großpumpen vor allem auf die gute Koordination der Maschinisten auch ohne Funk an.

Weil der Funk bei Auslandseinsätzen nicht wie in Deutschland verfügbar ist, vertieften die Führungskräfte des HCP-Moduls in der Unterkunft des Ortsverbands Ostfildern ihr Wissen über weitere Kommunikationsmittel wie moderne Satellitentelefone. Ebenso war die notwendige technische Ausrüstung bei einem Auslandseinsatz wie Navigationsgeräte und Laptops oder Scanner ein Thema. „Wir haben uns hier mit der neuesten Techik vertraut gemacht“, sagt Uli Knirsch aus dem Ortsverband Weingarten. Der Team-Leader des Großpumpen-Moduls lobt die länder- und fachübergreifende Ausbildung. Schließlich gebe es so nicht nur einen Austausch innerhalb des Führungspersonals aus den Landesverbänden Baden-Württemberg und Bayern, sondern auch mit den Computerexperten, die das Modul bei einem Einsatz begleiten und unterstützen. „Wir nutzen diesen Workshop, um voneinander zu lernen“, erklärt Uli Knirsch. Das betreffe nicht nur die unterschiedlichen Pumpentypen, sondern auch „Tricks und Kniffe“, die die Teilnehmer aus dem jeweils anderen Landesverband noch nicht kennen. Benjamin Wieland lobt ebenfalls die gemeinsame Ausbildung am Wasser mit den THW-Helfern aus Bayern: „Im Ernstfall gehen wir mit einem länderübergreifenden Team in den Einsatz. Hier lernen die Maschinisten die unterschiedlichen Pumpentypen kennen, um dafür gut gerüstet zu sein.“

Alle Teilnehmenden wurden vor Beginn der Ausbildung negativ auf Covid-19 getestet.


  • Pumpenspezialisten aus Bayern und Baden-Württemberg trainieren in Esslingen und Ostfildern. Quelle: Carsten Höhne, THW Donaueschingen/Mediateam Baden-Württemberg

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